FAQs zur Covid-19-Impfung

Die wichtigsten Fragen und Antworten


Seit einem Jahr versucht die Welt die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Bei allen Anstrengungen, die unternommen worden sind, zeichnete sich ab: Nur Impfstoffe, die einen Großteil der Bevölkerung schützen, werden das Virus aufhalten können. Durch eine enorme globale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Menschen in der ganzen Welt können inzwischen weltweit Impfungen angeboten werden. 

Convivo ist als Gesundheitsunternehmen in der Verantwortung für mehrere tausend Menschen, die mit und bei uns arbeiten und leben. Wir sprechen uns aus diesem Bewusstsein heraus klar für das Impfen aus. Wir verstehen natürlich, dass es angesichts der vergleichsweise rasanten Entwicklung viele Fragen gibt, eine gewisse natürliche Skepsis und auch Emotionen. Daher wollen wir unseren Teil zur Aufklärung beitragen. Jede*r soll die Chance haben auf Grundlage aller Information eigenverantwortlich und begründet eine Entscheidung zu treffen. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum werden Pflegekräfte als erste geimpft?
  2. Ist die Impfung sicher?
  3. Wie verhält es sich mit Nebenwirkungen und Langzeitschäden?
  4. Was passiert im seltenen Fall eines Impfschadens?
  5. Bin ich nach der Impfung vor Corona geschützt?
  6. Gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen den Impfstoffen?
  7. Muss ich trotzdem noch Schutzmaßnahmen beachten?
  8. Wann sollte ich mich nicht impfen lassen?
  9. Ich hatte schon Corona. Soll ich mich trotzdem impfen lassen?
  10. Sollte der Abstand zwischen den beiden Impfungen unbedingt eingehalten werden?
  11. Was ist, wenn ich zwischen den beiden Impfungen an Corona erkranke?
  12. Kann ich nach der Impfung schwanger werden?
  13. Und wenn ich mich doch (noch) nicht impfen lassen möchte?
  14. Videos
  15. Weiterführende Links
  16. Zahlen; Daten; Fakten

Warum werden Pflegekräfte als erste geimpft?

Trotz aller Anstrengungen der Pflegeeinrichtungen sind nach heutigem Stand über 37.000 Menschen aus Pflegeeinrichtungen an Covid19 erkrankt und davon fast 6.000 Menschen in Folge der Erkrankung gestorben. Laut WHO sind zudem ca. 10 % der Covid-19 Fälle Angehörige des Gesundheitspersonals. 

Jede*geimpfte Mitarbeiter*in senkt das Risiko für sich und schützt das Leben pflegebedürftiger MenschenUnd: Das frühe Impfen ist auch ein Privileg: Die allermeisten impfbereiten Menschen können sich derzeit gar nicht impfen lassen. (nach oben)

Ist die Impfung sicher?

Der Impfstoff von Biontech/ Pfizer wurde vorab bereits an 40.000 Menschen getestet – was im Vergleich zu anderen Studien eine sehr große Testgruppe ist. Allergische Reaktionen und schwere Nebenwirkungen konnten dort nur sehr wenige festgestellt werden (ca. 0,6 %). Auch die tägliche steigende Zahl an geimpften Menschen weltweit zeigt, dass es nur sehr wenige schwere Zwischenfälle gibt. Das ärztliche Aufklärungsgespräch bleibt aber die Grundlage für jede Impfentscheidung. (nach oben)

Wie verhält es sich mit Nebenwirkungen und Langzeitschäden?

Hier muss man unterscheiden: kurzfristige Nebenwirkungen und Impfschäden mit ggf. langfristigen Folgen. Nebenwirkungen bzw. Impfreaktionen sind kurzfristige Beschwerden, die nach wenigen Tagen wieder abklingen und keine langfristigen Schäden bewirken. Bisher erfasste Impfreaktionen sind: Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. War die Impfung selbst unkompliziert, sind keine Langzeitschäden zu befürchten. 

In sehr seltenen Fällen kann es – wie bei jeder Impfung – zu schweren Nebenwirkungen kommen, die einen sog. Impfschaden auslösen, der ggf. längerfristige Folgen hat. Dieser Impfschaden tritt aber sehr schnell ein und kann dann auch schnell behandelt werden.  

Nebenwirkungen können sowohl über eine Impf-App als auch über eine Website des Bundes gemeldet werden. (nach oben) 

Was passiert im seltenen Fall eines Impfschadens?  

Jede*r ist abgesichert:  Wer durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz. Dies ist im Infektionsschutzgesetz ausdrücklich geregelt. Pflegekräfte sind sogar zusätzlich durch den BGW-Versicherungsschutz bei berufsbedingten Impfungen versichert. (nach oben) 

Bin ich nach der Impfung vor Corona geschützt? 

Die Effektivität der bisherigen MRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer und Moderna) ist sehr hoch. Die Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei geimpften Personen bis zu 95% geringer ist – die Impfung bietet also einen sehr guten individuellen Schutz. Wie sich die Impfung auf Ansteckung anderer auswirkt und wie lange der Impfschutz wirkt, ist derzeit noch nicht klar.

Die Immunität nach einer Impfung ist im Übrigen um einiges besser als nach einer durchgemachten Erkrankung. (nach oben) 

Gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen den Impfstoffen?

Zukünftig können auch neue Impfstoffe mit einer etwas geringeren Effektivität auf den Markt kommen. Aber auch eine Wirksamkeit von 70-80 % sind für einen Impfstoff noch sehr hoch und vor allem wird auch die Erkrankungsschwere gesenkt, so dass es selbst bei Ansteckung nur zu sehr milden Verläufen kommt. (nach oben)

Muss ich trotzdem noch Schutzmaßnahmen beachten?

Kurz gesagt – Ja. Zwei Wochen nach zweiten Impfdosis sollte der komplette Immunschutz aufgebaut sein. Die Wahrscheinlichkeit selbst schwer zu erkranken, ist damit nur noch sehr gering. Trotzdem kann man das Virus theoretisch noch weitergeben, also noch ansteckend sein und nicht geimpfte Menschen damit einem Risiko aussetzen. So lange keine sog. Herdenimmunität (ab 80 % Impfquote) besteht, werden gewisse Vorsichtsmaßnahmen wie Mundschutz; Abstand halten und Handhygiene weiter zum Alltag gehören.  (nach oben) 

Wann sollte ich mich nicht impfen lassen? 

Eine bekannte Allergie gegenüber Inhaltsstoffen des COVID-19-Impfstoffs spricht gegen die Impfung. Andere Allergien (Nahrungsmittel, Insektengift, Inhalationsallergien, Unverträglichkeit oraler Medikamente) sprechen nicht gegen eine Impfung. Unsicherheiten diesbezüglich können im Aufklärungsgespräch oder in der behandelnden Arztpraxis besprochen werden.  

Zur Anwendung der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen bisher noch keine Daten vor, daher wird die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht empfohlen. (nach oben) 

Ich hatte schon Corona. Soll ich mich trotzdem impfen lassen?

Die Stiko empfiehlt derzeit zur Vermeidung einer überschießenden Immunreaktion und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels im Regelfall etwa 6 Monate nach der Genesung eine Impfung. Dies ist ebenfalls am besten im ärztlichen Aufklärungsgespräch zu besprechen. (nach oben) 

Sollte der Abstand zwischen den beiden Impfungen unbedingt eingehalten werden?

Nach Möglichkeit ja. Die zweite Impfung wirkt noch einmal wie eine Art Beschleuniger und aktiviert erneut das sog. immunologische Gedächtnis. Das funktioniert am besten gem. der bisherigen Studien im Abstand von drei bis maximal vier Wochen zur ersten Impfung.

Sollte also z. B. aus Krankheitsgründen der zweite Termin nicht eingehalten werden können, sollte mit dem Impfteam oder Impfzentrum so schnell wie möglich ein Nachholtermin ausgemacht werden. (nach oben) 

Was ist, wenn ich zwischen den beiden Impfungen an Corona erkranke?

Hier gibt es leider noch nicht genügend Daten, um eine allgemeine Empfehlung auszusprechen. Vermutlich kann aber auf die zweite Dosis verzichtet werden, um auch hier keine überschießende Immunreaktion zu provozieren. Es kommt ggf. auf die Krankheitsschwere und die Immunreaktion an. In jedem Fall sollte hier ein ärztliches Aufklärungsgespräch geführt werden, um eine sorgfältige Entscheidung zu treffen. (nach oben) 

Kann ich nach der Impfung schwanger werden? 

Es gibt keinerlei wissenschaftliche Daten, die darauf hinweisen, dass diese Impfung zur Unfruchtbarkeit führt Dieses Gerücht basiert auf der Annahme, dass sich das sogenannte Spike Protein des Corona-Virus und das Protein, das für die Bildung der Plazenta wichtig ist, ähnlich sind und die Impfung eine Immunreaktion gegen die Plazentabildung auslösen würde. Diese beiden Proteine sind aber grundsätzlich sehr unterschiedlich aufgebaut. Durch die Impfung werden, wie nach einer Infektion, Antikörper gebildet: Frauen, die sich bisher mit Corona infiziert haben, sind nicht unfruchtbar geworden und es gibt unter ihnen auch keine erhöhte Zahl an Fehlgeburten. (nach oben) 

Und wenn ich mich doch (noch) nicht impfen lassen möchte?  

Dann passiert momentan gar nichts. Convivo spricht sich gegen eine Impfpflicht aus. Was an weitergehenden politischen Entscheidungen getroffen wird, können wir allerdings nicht vorhersagen oder beeinflussen. Wir setzen auf das Verständnis und die Professionalität von jeder und jedem Einzelnen. (nach oben) 

Videos

Quarks & Co.: in 30 Minuten das wichtigste zur Impfung
Ein ausführliches Video mit vielen Fragen von beruflich Pflegenden vom DBfK
„Watzl Weekly“: Immunologie-Updates für beruflich Pflegende mit Prof. Dr. Carsten Watzl

Weiterführende Links

Zahlen; Daten; Fakten