"… wir ollen Hausfrauen können das noch"

Die Rowiparkler backen fleißig Blätterteigschnecken. Mit tatkräftiger Unterstützung unser beiden Studenten Lena und Ashisch, die mit vollem Einsatz dabei sind. Auf diesem Wege an die beiden ein ganz großes Dankeschön! Während der Zubereitung freute sich eine Bewohnerin so sehr und sagte: “Das habe ich schon seit 150 Jahren gemacht, wir ollen Hausfrauen können das noch.” […]


Die Rowiparkler backen fleißig Blätterteigschnecken.

Mit tatkräftiger Unterstützung unser beiden Studenten Lena und Ashisch, die mit vollem Einsatz dabei sind. Auf diesem Wege an die beiden ein ganz großes Dankeschön!

Während der Zubereitung freute sich eine Bewohnerin so sehr und sagte:

“Das habe ich schon seit 150 Jahren gemacht, wir ollen Hausfrauen können das noch.”

Sie ist aber erst 75 Jahre jung 🙂

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Sabine Greulich, unsere Demenzexpertin berichtet:

…eine demente Bewohnerin, die nicht mehr spricht, hat nach Monaten, die ich sie kennen und mit ihr arbeiten durfte einen vollständigen Satz gesagt. Gänsehaut pur! Ich bin fast hinten über gefallen.

Fast täglich erzählen mir Mitarbeiter auch Ihre Erfolgsgeschichten aus Ihrer Arbeit mit dementen Menschen.

Aus dem Rockwinkeler Park:

Eine Bewohnerin hat sich aufgerichtet, als sie die Musik von Peter Maffay hörte und hat über das ganze Gesicht gestrahlt. (Sie läuft sonst gebückt, blickt zu Boden und schaut Dich nicht an, eher durch Dich hindurch.)

Aus dem Haus O`land:

Eine demente Bewohnerin hat eine Brieffreundin, der sie aber selbst nicht mehr schreiben kann obwohl als gelernte Fremdsprachenkorrespondentin Worte und Sprache ihr Leben waren. Eine Praktikantin erfuhr von der Freundschaft der beiden Frauen und hat sich von der Bewohnerin einen Brief diktieren lassen und ihn dann verschickt. Die Bewohnerin schilderte darin wie sehr sie trauert, viele Dinge nicht mehr selbst tun zu können. Wie wohl sie sich aber bei dem Gedanken fühlt, dass im Haus O`land immer jemand ist, der ihr helfen kann.

Gänsehaut!

Wir müssen ERFOLG in der Arbeit mit dementen Menschen neu definieren: Z.B. als die Fähigkeit, einen Augenblick die Seele des anderen Menschen zu erreichen.

 

Was war Deine Erfolgsgeschichte in dieser Woche?

Thema:  In den Schuhen des Anderen gehen – Die Realität dementer Menschen verstehen

 Auszug aus Rückmeldungen der Teilnehmer:

Die lockere Atmosphäre hat mir gefallen. Trotz des ernsten Themas konnten wir gemeinsam lachen.

Die Art der Präsentation und die verschiedenen Medien hat mir gefallen. Die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und dass auf Fragen immer eingegangen wurde. Die praktischen Beispiele waren hilfreich.

 Ich konnte mein Wissen auffrischen und habe viel über die Sichtweise von Angehörigen gelernt, da die Gruppe gemischt ist.

 

Anmerkung der Schreiberin Sabine Greulich:

Die Praxisbeispiele, die Günter Ahrens in gekonnt lebhafter Art einfließen lässt, haben auch diesen Abend sehr bereichert. Danke für Deine Mitarbeit Günter!

Dank auch an das Team vom Seniorenhaus am Klinikum Mitte, die uns an jedem Veranstaltungsabend mit ihrem Catering verwöhnen und ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Der Demenz Raum geben

Der Demenz Raum geben

 

Auf Einladung der Ev. Gemeinde Oberneuland kamen am 11.September 20 Teilnehmer im grünen Salon der Gemeinde Oberneuland zusammen, um sich intensiv zum Thema „Umgang mit dementen Menschen“ zu informieren.

Pastor Frank Mühring, der die Andachten im Seniorenhaus Rockwinkeler Park hält und unsere Demenzbeauftragte, Sabine Greulich, führten die interessierten Zuhörer durch den Abend.

Viele Nachfragen zum Leben der Bewohner im Rockwinkler Park und dem Verhalten dementer Menschen wurden aufgegriffen und erörtert. Im Anschluß wurden  Ideen für eine intensivere  Vernetzung des Gemeindelebens mit den Bewohnern des Seniorenhauses geboren.

Die Frau des Küsters will wöchentlich mit Ihrem Hund zu Besuch kommen, in einem der nächsten Gottesdienste soll nochmal für die „Männerrunde“  ehrenamtliche Verstärkung gesucht werden, Mitglieder der Kantorei möchten zum singen kommen, usw.

Pastor Mühring selbst war erstaunt, dass an diesem Abend viele Besucher kamen, die er aus seiner Gemeinde noch gar nicht kannte.  

Ein beschwingter aber zugleich auch nachdenklicher  und kreativer Abend mit viel Werbung für demente Menschen und ihre Angehörigen, für das Seniorenhaus Rockwinkeler Park und ein lebendiges Gemeinwesen.

Eine Besucherin sagte zum Abschluß:

„Damit hatte ich heute Abend nicht gerechnet, dass wir auch zusammen lachen, dass wir über unser eigenes Alter nachdenken, dass die Bewohner des Seniorenhauses und auch die Mitarbeiter unsere Unterstützung brauchen und die Türen dort immer offen stehen.“

 

"Der Gemeindespiegel" 3-2018, S. 18/19

“Der Gemeindespiegel” 3-2018, S. 18/19

 Auszug aus “Der Gemeindespiegel”, 3-2014, S.18/19

Mit diesem Motto starten wir unsere neue Veranstaltungsreihe “Der Demenz Raum geben”.

Insgesamt fünf Veranstaltungen mit verschiedenen Schwerpunkten Rund um das Thema Demenz sind geplant. Wir richten uns mit diesem Angebot an Angehörige, Interessierte und professionell Pflegende. Alle sind herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenfrei.

Die beiden Köpfe und Experten in Sachen Demenz sind Günter Ahrens (pflegender Angehöriger und Heimfürsprecher a. D.) und Sabine Greulich (Demenzbeauftragte und Lehrerin für Valvation nach Naomi Feil). Die beiden sind ein tolles Team und echte Experten auf diesem Gebiet. 

Die Veranstaltungen finden jeweils in den Räumlichkeiten der Tagespflege des Seniorenhauses am Klinikum Mitte statt:

Friedrich-Karl-Straße 22, 28205 Bremen

 

Die Themen & Termine:

  • 23. Juli – “Sprechen Sie schon Demenz?”
  • 20. August – “Hilfe für pflegende Angehörige”
  • 17. September – “In den Schuhen des Anderen gehen”
  • 22. Oktober – “Hilfe annehmen fällt pflegenden Angehörigen oft schwer”
  • 19. November – “Leben und Sterben mit Demenz”

Anmeldungen können unter anderen über info@convivo-gruppe.de abgegeben werden.

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Neulich im Pflegezentrum Marcusallee …

Interessierte Angehörige und Mitarbeiter waren auf Einladung der Einrichtungsleitung zum Angehörigenabend mit dem Thema „Umgang mit dementen Menschen“ gekommen. Sabine Greulich, Demenzbeauftragte der Convivo-Gruppe gestaltete den Abend mit vielen Praxisbeispielen und persönlichen Anekdoten.

Es war ein angeregter und intensiver Austausch unter den Anwesenden, der sowohl ernste Momente und auch freudvolle Erfahrungen beinhaltete. Durch die offene Gesprächsführung und die lockere Atmosphäre haben wir tatsächlich völlig vergessen, ein Foto zu machen.

 

Hier einige Stimmen der Teilnehmer:

  • „Ich verstehe „verrücktes“ Verhalten jetzt besser. Warum z.B. ein Herr seine Brille mit einer Salamischeibe putzt und sich hinterher darüber freut, dass alles so schön glänzt.“
  • „Oder warum eine Frau mit den Fingern den Joghurt aus dem Becher holt und das Personal sie nicht beim Essen unterstützt. Ich war darüber entsetzt und dachte wirklich: Haben die hier keine Löffel?“
  • „Ich war berührt einen Angehörigen von seinen Gefühlen sprechen zu hören, mit denen er seine Frau besucht. Was in ihm vorgeht wenn er in unser Haus kommt. Das hätte ich nie vermutet.“

Das war ein interessanter Abend.

Vielen Dank für die Einladung an das Team des Pflegezentrum Marcusallee,

Sabine Greulich

 

„Johann“ ist sein Name und er und gehört zu den sogenannten „Empathiepuppen“. Er schaut einem direkt in die Augen, zaubert jedem ein Lächeln aufs Gesicht (auch den Mitarbeitern), hört zu, animiert zum beschützen und liebhaben.

 

Hier tröstet er gerade eine neue Bewohnerin, die innerhalb von zwei Tagen  alles verloren hat, was ihr Leben ausmachte: Ihren über alles geliebten Mann und ihr eigenes Zuhause.

 

Sie herzt und streichelt ihn und kann zumindest ein paar Minuten Freude, Wohlbefinden und Liebe empfinden. Herzlich Willkommen Johann!

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PS: Danke an Sabine Greulich (Demenzbeauftragte) für die Fotos und den tollen Bericht!

 

„Hier fühlen wir uns wohl: Zur Gestaltung der Umgebung von Menschen mit Demenz“

lautete der Titel des Vortrages von Martina Puckhaber und Sabine Greulich, zu dem sich ca. 60 interessierte Zuhörer auf dem Bremer Pflegekongress einfanden.

Gemeinsam mit Beate Radzey vom Demenz-Support Stuttgart verdeutlichten sie die wichtigsten Eckpunkte einer Gestaltung für das Zuhause von Menschen mit Demenz anhand der Konzepte der Seniorengemeinschaft Meyerhof und dem Haus O`land, beides Einrichtungen unserer Convivo Unternehmensgruppe.

Die interessierten Zuhörer hatten viele Fragen, leider war die Zeit knapp. Auch nach dem Vortrag beantworteten die Referentinnen geduldig Fragen zu dem Aufbau der Einrichtungen, aber auch Anfragen zu Fortbildungen in Göttingen, Osterholz-Scharmbeck und Bremen für spezialisierte Konzepte wurden nachgefragt.

 

Unser Fazit:

„Dies war unsere Premiere, wir könnten so einen Vortrag gerne wieder zusammen machen. Hat gepasst! Beim nächsten Mal aber: Die Visitenkarten nicht vergessen!“

PS: Vielen Dank an Sabine & Martina für das tolle Engagement.

(Fotos: Marco / Text: Sabine)